Steuerbehörden funktionieren nicht, Reformen werden verschlampt, die
Wirtschaft bricht ein. Die Regierung warnt Bürger vor betrügerischen
Leihhäusern.
Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos (im Hintergrund)
schaut bedrückt: Er bekommt das Staatsdefizit nicht in den Griff. Die von den Sparauflagen verschärfte Rezession in Griechenland hat das
Haushaltsdefizit des Landes erneut anschwellen lassen. Die
Wirtschaftsflaute fraß auch die zusätzlichen Einnahmen durch
Krisensteuern auf, wie aus Daten des Finanzministeriums hervorging.
Damit wird Griechenland voraussichtlich seine Sparziele für 2011 nicht
erreichen und muss möglicherweise zusätzliche Einschnitte durchsetzen,
um die Ziele 2012 erreichen zu können.
Das Defizit der Zentralregierung erhöhte sich den Angaben zufolge von
Januar bis November im Vergleich zum Vorjahr um gut fünf Prozent auf
20,52 Milliarden Euro. Die Steuereinnahmen sanken um gut drei Prozent,
während die Ausgaben gleichzeitig um drei Prozent zulegten. Die lahme
Wirtschaft schlägt sich vor allem in den Sozialsystemen nieder.
Die Regierung hatte im September eine Reihe von Krisensteuern
eingeführt, nachdem die Gläubiger gedroht hatten, dem Land den Geldhahn
zuzudrehen. Das Finanzministerium zeigte sich jedoch überzeugt, dass die
Krisenschritte im Dezember Früchte tragen werden. Das hoch verschuldete
Land hat bislang ständig die mit EU, IWF und EZB unter dem
Rettungsprogramm vereinbarten Sparziele verfehlt. Daran trägt die
unerwartet scharfe Rezession zwar eine Mitschuld – die
Wirtschaftsleistung dürfte in diesem Jahr das vierte Jahr in Folge
schrumpfen, und zwar um mehr als fünf Prozent.
Die Regierung hat aber auch dazu beigetragen, indem sie Reformen zu
langsam umsetzte und nicht entschieden genug gegen Steuerhinterziehung
vorging. Griechenland wartet derzeit auf die Auszahlung der nächsten
Hilfstranche im Volumen von acht Milliarden Euro. >>> weiterlesen
Meine Meinung: Hauptsache Deutschland zahlt, genauso wie wir für all die
Millionen bildungsfernen Asylanten zahlen, die es sich in der sozialen
Hängematte bequem machen. Deutschland hat's ja. Das ganze Gerede
von den Strafen, die man den Staaten auferlegen will, die die
Forderungen der EU nicht erfüllen, ist leeres Geschwätz und Griechenland
wird der EU weiter auf der Nase herumtanzen. Selbst prominente
Europarechtler bezweifeln, dass Sanktionen im Ernstfall Bestand hätten. Die Briten waren gut beraten, sich von dieser EU zu distanzieren.
Siehe auch:
Fanatismus,
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